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Was ist bei der Einkommensteuer im Privatinsolvenzverfahren zu beachten?

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Wenn einer der Ehepartner einen Antrag auf Privatinsolvenz gestellt hat, sollten Sie für die Einkommenssteuererklärung die gemeinsame Veranlagung wählen. Dies hat, aus unserer Sicht, in der Privatinsolvenz nur Vorteile für Sie. Sobald Sie eine Insolvenz beantragt haben, erhalten Sie nach Eröffnung des Verfahrens eine neue Steuernummer.

Wenn Sie als Ehepaar Ihre Steuern gemeinsam veranlagen, führt dies auf Grund der Splittungstabelle zu einer geringeren Steuerlast. Für die Einkommenssteuererstattung wird ein Antrag nach § 273 AO gestellt. Dieser besagt, dass die Steuerschuld oder auch das Guthaben aufzuteilen ist. So hat man den Steuervorteil aus der Splitungstabelle, aber die Zahlungsverpflichtungen oder aber das Guthaben werden dem einzelnen Steuerpflichtigen zugeordnet.

Dies möchte ich, zum besseren Verständnis, an Beispielen erläutern.

  • Der Ehemann muss Steuernachzahlungen, z.B. aus selbstständiger Tätigkeit, leisten. Die Ehefrau hat ein eigenes Einkommen oder auch keines. In diesem Fall wird nur der Mann für Steuerschulden belangt. Die Ehefrau erhält je nach Lage eine Steuererstattung.
  • Der Ehemann hat Insolvenz beantragt. Die Frau hingegen nicht. Hier erhält die Frau Ihren Anteil aus der Steuerrückerstattung ausbezahlt, nur der Anteil für den insolventen Mann geht an den Insolvenzverwalter oder Treuhänder.
  • Der Mann hat Steuerschulden, die Frau hingegen nicht. Hier sieht das Steuerrecht vor, dass nur der Rückzahlungsbetrag des Mannes mit den Steuerschulden verrechnet wird. Die Frau erhält Ihren Steuerrückzahlungsbetrag vom Finanzamt erstattet.

Aus unserer Sicht, ist die gemeinsame Veranlagung somit vorteilhaft. Aber da wir keine Steuerberater sind und es auch immer wieder Änderungen im Steuerrecht geben kann, sollten Sie diesbezüglich einen Steuerberater befragen.

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