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Mahn- und Vollstreckungsbescheid

Es gibt in Deutschland einige zentrale Mahngerichte. Bei diesen können die Gläubiger Mahn- und Vollstreckungsbescheide beantragen. Dazu behaupten die Gläubiger, dass ihnen gegenüber den Schuldner eine Forderung zusteht. Nachweisen müssen die Gläubiger dies nicht. Auch das Gericht prüft die Forderung nicht!

Wer also einen Mahn- und Vollstreckungsbescheid erhält, hat beim Mahnbescheid 14 Tage lang Zeit Widerspruch gegen diesen einzulegen. Tut er dies nicht, kann der Gläubiger den Erlass eines Vollstreckungsbescheides beantragen. Nach Zugang hat nun der Schuldner letztmalig die Möglichkeit innerhalb von 14 Tagen Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid einzulegen. Tut er auch dies nicht, auch nicht teilweise, so hat der Gläubiger einen Titel, aus dem heraus er vollstrecken kann.

Das heißt er kann damit den Gerichtsvollzieher beauftragen, Lohn und Bankguthaben pfänden usw.

Ganz wichtig ist zu wissen, dass bei diesem sogenannten vereinfachten Verfahren durch das Gericht nicht geprüft wird, ob die Forderung zu recht besteht oder nicht.

Ist die letzte Einspruchsfrist verstrichen, wird der Bescheid rechtskräftig und kann nur noch in äußerst wenigen Fällen abgeändert werden. Währen Sie sich also rechtzeitig dagegen, auch dann wenn Sie nur mit einem Teil der Forderung nicht einverstanden sind. Andernfalls ist es zu spät!!! Und egal, ob die Forderung zu recht oder nicht zu recht besteht, sind Sie verpflichtet den titulierten Betrag an den Gläubiger zu leisten.

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