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6 Tipps der Schuldnerberatung: Wie Schuldner sich schützen können.

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Wir möchten Ihnen ein paar wichtige Tipps, zu den Themen, die jeden Schuldner betreffen, geben. Schuldnerschutz und ein eigenes Konto sind in der heutigen Zeit unabdingbar. Schulterschutz und ein eigenes Konto sind in der heutigen Zeit unabdingbar. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Konto schützen und was bei Inkassounternehmen und dem Gerichtsvollzieher zu beachten ist.

1. Das Pfändungsschutzkonto

Als Erstes ist es wichtig, dass Sie ihr monatliches Einkommen schützen. Seit dem 01.01.2012 ist Ihr pfändungsfreies Einkommen, auch bei Bezug von Bürgergeld, nicht mehr automatisch geschützt. Sie müssen bei Ihrer Bank das vorhandene Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln lassen. Nach der Umwandlung ist Ihr Konto bis zu einem monatlichen Betrag von 1.409,99 Euro geschützt. Wenn Sie Unterhaltspflichten (z.B. leibliche Kinder, Ehepartner ohne eigenes Einkommen) haben, kann der Freibetrag erhöht werden. Hierfür benötigen Sie eine Bescheinigung zum erhöhten Pfändungsfreibetrag. Bei einer unterhaltspflichtigen Person erhöht sich der Freibetrag um 527,76 Euro, für jede weitere Person um weitere 294,02 Euro. Sofern auch das Kindergeld auf Ihr Konto eingeht, ist dieses ebenfalls geschützt. Wenn Sie wissen möchten, wie hoch Ihr pfändungsfreies Einkommen ist, können Sie dies einfach in unserem Pfänungsrechner oder der Pfänungstabelle einsehen. Wenn keine Bank Ihnen ein Konto zur Verfügung stellen will, erhalten Sie auf jeden Fall eines bei www.meinegirokarte.de.

2. Schulden bei der Hausbank

Sofern Sie Schulden bei Ihrer Hausbank haben (Girokonto auf das Ihr Einkommen eingeht) und Sie eine Schuldnerberatung beauftragen, ist es wichtig, dass Sie bei einer anderen Bank ein neues Guthabenkonto oder Pfändungsschutzkonto einrichten. Lassen Sie Ihr Einkommen zukünftig auf das neue Konto einzahlen. Sobald eine Schuldnerberatung von Ihnen beauftragt ist, wird diese Ihre Gläubiger anschreiben und eine aktuelle Forderungsaufstellung einholen. An dieser Stelle kann es passieren, dass Ihre Bank verunsichert ist und versucht zu retten, was zu retten ist. Ihre Hausbank hat das Recht, Ihr gesamtes Monatseinkommen zu pfänden. Die Bank ist nicht an Pfändungsfreigrenzen gebunden.

3. Der Gerichtsvollzieher

Wenn man Schulden hat, kann es jederzeit passieren, dass von einem der Gläubiger ein Gerichtsvollzieher beauftragt wird, um die Forderung einzutreiben. Der Gerichtsvollzieher hat Rechte und Pflichten, an die er sich halten muss. Aber auch Sie haben Rechte und Pflichten, wenn sich der Gerichtsvollzieher bei Ihnen anmeldet. Wichtig ist, dass Sie den Gerichtsvollzieher nicht ignorieren. Wenn er vor Ihrer Haustür steht, sind Sie verpflichtet ihm Zutritt in ihre Wohnung zu gewähren.  Sofern Sie kein pfändbares Einkommen haben, kann der Gerichtsvollzieher Sie auch nicht zur Zahlung einer Rate zwingen. Weitere Informationen zum Gerichtsvollzieher.

4. Inkassounternehmen

Inkassounternehmen sind für viele Schuldner eine hohe Belastung. Vor allem, wenn Sie Telefonterror betreiben oder Hausbesuche veranlassen. Vertreter von Inkassofirmen müssen Sie grundsätzlich nicht zu Hause empfangen. Sollte ein Inkassounternehmen Sie täglich anrufen, um Druck auszuüben, können Sie Ihnen die telefonische Kontaktaufnahme untersagen. Haben Sie eine Schuldnerberatung oder Anwaltskanzlei beauftragt, wird sich diese darum kümmern. Weitere Informationen zu Inkassounternehmen.

Was Sie beachten müssen, wenn Sie eine Schuldnerberatung oder einen Anwalt beauftragen.

5. Zahlungen an die Gläubiger

Bei allen Gläubigern, die bei der Schuldenbereinigung berücksichtigt werden sollen, stellen Sie die Zahlungen ein. Sofern Sie die Raten weiter zahlen, wird sich kein Gläubiger auf eine geringere Rate einlassen. Die Verhandlungen mit den Gläubigern werden dann erschwert. Zahlungen wie z.B. Miete, Strom und Telefon müssen natürlich weiter gezahlt werden. Auch die Hausfinanzierung oder der Autokredit, wenn Sie diese Werte erhalten möchten.

6. Ratenzahlungen

Sobald Sie eine Schuldnerberatung oder einen Anwalt beauftragt haben, vereinbaren Sie keine Ratenzahlungen mit einem der Gläubiger oder dem Gerichtsvollzieher selbst. Wenn sich Gläubiger oder der Gerichtsvollzieher bei Ihnen melden, verweisen Sie diese auf die Schuldnerberatung. Will ein Gläubiger ein Angebot unterbreiten, kann er dieses gerne der tätigen Schuldnerberatung zukommen lassen.