Soll ich das Schuldanerkenntnis unterschreiben?

Schuldanerkenntnis unterschrieben?

Ein Schuldanerkenntnis ist eine Art der Sicherung der Schuld. Wird diese unterschrieben, ist es so als hätten Sie einen Vertrag anerkannt. Durch Unterschrift erkennen Sie die Forderung des Gläubigers offiziell an.

Das Schuldanerkenntnis vom Inkassounternehmen

Inkassounternehmen lassen Schuldnern oft per Post ein Schuldanerkenntnis zukommen, mit der Aufforderung dieses zu unterschreiben und zurück zu senden. Einige Inkassounternehmen schicken auch Mitarbeiter direkt zu Ihnen nach Hause, um der ganzen Angelegenheit mehr Nachdruck zu verleihen. (Diese müssen Sie nicht ins Haus lassen, dazu haben sie kein Recht.)

Die Inkassobetreiber argumentieren damit, dass dies für den Schuldner die kostengünstigste Möglichkeit ist, die Rechtmäßigkeit der Schuld anzuerkennen. Warum machen sich die Inkassos so viel Mühe um Ihnen Kosten zu ersparen?

Unterschreibt der Schuldner nicht, wird gleich mit aufwendigen Verfahren und hohen Kosten für den Schuldner gedroht. Viele Schuldner unterschreiben auf Grund des Drucks und aus Unkenntnis, welche Folgen so ein Schuldanerkenntnis mit sich bringt.

Unterschreiben Sie kein Schuldanerkenntnis ohne die Richtigkeit der Höhe der Forderung zu prüfen!

Mit der Unterschrift erkennen Sie die volle Forderung an.

Achtung: Gerade Inkassounternehmen nutzen die Gelegenheit Ihnen unrechtmäßige Forderungen im Schuldanerkenntnis unterzujubeln. Dies sind in der Regel Kosten. Gebühren oder Auslagen der Inkassounternehmen. Für diese Kosten müssen Sie nicht in jedem Fall oder nur zu einem Teil aufkommen.

Manchmal kommt es vor, dass Inkassounternehmen nicht nur ein Schuldanerkenntnis unterschrieben haben wollen, sondern auch noch eine Lohnabtretung. In diesem Fall sollten Sie nie unterschreiben.

Das heißt: erst die Forderung prüfen und wenn Sie nicht wissen, wie in diesem Fall Ihre Rechte sind, nehmen Sie Hilfe in Anspruch. Wenn Sie einfach unterschreiben kann es sein, dass Sie eine höhere Forderung anerkennen als es rechtens ist. Nach der Unterschrift ist es für Einwendungen meist zu spät.